Annie Wilsch-Harnack

Yoga in der Schwangerschaft

SchwangerFühle dich wohl und schütze das Leben in dir!

Die ausgewählten Yogahaltungen (ASANAS) sind einfach zu üben und in keiner Weise gefährlich. Sie sollen die Gesundheit der werdenden Mutter erhalten und ihr die üblichen Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft wie Erbrechen, morgendliche Übelkeit, Verstopfung usw. ersparen. Sie fördern Verdauung und Durchblutung sowie eine mühelose Atmung.

Das vorgeschlagene PRANAYAMA (Atemübungen) ist hauptsächlich dazu bestimmt, Müdigkeit und nervöse Verspanntheit zu beseitigen und den Körper zu entgiften, um ein besseres Allgemeinbefinden auf mentaler und physischer Ebene zu schaffen. Die Asanas sind auch dahingehend ausgesucht, dem Fötus größtmöglichen Bewegungsspielraum zu geben und sein ungehindertes Wachstum im Mutterleib zu sichern. Sie sind außerdem im Hinblick auf eine natürliche und leichte Geburt ausgewählt.

Yoga bietet uns wundervolle Techniken zur Entwicklung von Körperbewusstsein, zur Stärkung des Selbstvertrauens und zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Im Laufe des Kurses wächst das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten - die beste Voraussetzung für ein positives Geburtserlebnis.

Nicht während der ersten 12 Wochen
(Artikel-Yoga Aktuell September 2005)

Gute Nachricht für schwangere Yoginis. Soviel war bereits klar: Dank seines vielfältigen positiven Einflusses auf Körper und Seele tut Yoga gerade auch während der Schwangerschaft gut. Schließlich liegt es nahe, dass Yoga durch seine muskelkräftigende, wirbelsäulenentlastende und entspannende Wirkung, sowie durch die Verbesserung der Sauerstoffversorgung und Stärkung der Organe in dieser Zeit eine willkommene Unterstützung darstellt. Auch ist es ein Vorteil, gelernt zu haben, Verspannungen im Körper zu erspüren und einzelne Muskelpartien bewusst zu entspannen. Und vom gezielten Einsatz der Atmung, wie ihn der Pranayama lehrt, kann eine Frau besonders während des Geburtsvorgangs profitieren. Doch damit nicht genug: Wie das renommierte Vivekananda Kendra Institut in einer neuen Studie herausfand, verringern Yogaübungen das Risiko für Komplikationen wie schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck. Zudem ist Yoga während der Schwangerschaft nicht nur für die werdende Mutter eine Wohltat, sondern trägt auch zur Gesundheit des heranreifenden Kindes bei. So zeigte die Untersuchung, an der 335 Schwangere teilnahmen, dass in der Gruppe derjenigen, die täglich Asanas, Pranayama und Meditation praktizierten, seltener Frühgeburten auftraten und deutlich weniger Babys untergewichtig zur Welt kamen als in der Kontrollgruppe. Als Erklärung für diese Ergebnisse führten die Forscher u.a. einen durch Yoga verbesserten Blutfluss zur Plazenta an. Dass bei den Frauen, die während des 20wöchigen Untersuchungszeitraums Yoga ausübten, frühzeitiges Einsetzen der Wehen seltener auftrat als bei den anderen Teilnehmerinnen, die stattdessen 30 Minuten pro Tag spazieren gingen, führen die Urheber der Studie auf eine günstige Beeinflussung des Hormonspiegels zurück, die auch die Verminderung von Stresshormonen umfasst. Fazit: Auf Yoga sollte Frau auch während der Schwangerschaft nicht verzichten - ganz im Gegenteil . Da bestimmte Asanas jedoch Ausnahmen darstellen, sollte nur unter fachkundiger Anleitung durch einen Yogalehrer und nach Rücksprache mit dem betreuenden Frauenarzt praktiziert werden.